Hundewesen

Sehr viele Mitglieder unseres Jagdverbandes haben Jagdhunde an ihrer Seite.

… zur Hundeausbildung

… zu unseren Hundeführern

Die besonders passionierten Hundeführer haben sich ins Verzeichnis eintragen lassen; dort finden sich die Namen von über 60 Jagdhunden. Göran Müller, Hundeobmann des Kreisjagdverbandes Eberswalde, weiß mehr darüber.

Göran Müller, Hundeobmann KJV Eberswalde

Göran, dich kennt man als erfahrenen und vorurteilsfreien Rüdemann. Welche Rassen haben unsere Jäger am Strick?

Die Übersicht weist momentan 17 Rassen aus, aber in ganz unterschiedlicher Zahl. Einem einzigen Altdänischen Vorstehhund oder Parson Jack Russel Terrier stehen etliche Kleine Münsterländer und erst recht Deutsch-Drahthaar oder Rauhaarteckel gegenüber. Ich betone gern noch einmal: Bei durchaus unterschiedlicher Veranlagung und Größe sind alle diese Hunde durch eine geduldige, gekonnte und kontinuierliche Ausbildung zu erstaunlich guten Leistungen weit über ihre ursprüngliche Spezialisierung hinaus in der Lage. Das gilt nicht zuletzt für den Bereich der Nachsuche. Übrigens: Die Telefonnummern unserer Nachsuchegespanne sollte jeder, der auf Ansitz oder Pirsch geht, in seinem Handy haben.

Die Erfassung der Hunde und ihrer Führer ist eine, wenn auch wichtige, Formalität. Was aber ist wirklich prägend in deinem Wirken als Hundeobmann?

Naja, von wegen Formalität: Ratsam ist die Eintragung schon, nicht zuletzt weil sie Voraussetzung für Zahlungen aus dem Jagdgebrauchshundeausgleichsfonds bei Verlust des Tieres ist. Doch im Mittelpunkt steht für uns die Vernetzung bei der Ausbildung und beim jagdlichen Einsatz der Vierbeiner. Der Hund ist ja mehr als nur der treueste Gefährte bei der Jagd, er ist in vielen Fällen ein unverzichtbarer Helfer – Apport oder Schweißarbeit sind zwei häufige Beispiele. Wie gut ein Gespann dabei jeweils zurechtkommt, hängt sehr von der Einarbeitung ab. Hier kann buchstäblich jeder von den Erfahrungen anderer profitieren.

Eben deshalb bist du ja auch und vor allem Koordinator der Ausbildungsgruppe, oder?

Ja, und ich glaube, unser Jagdverband ist zu Recht stolz darauf, dass wir in großer Regelmäßigkeit aller 14 Tage ganz praktisch so gemeinsam wie möglich und so individuell wie nötig Übungen absolvieren und verschiedenste Fertigkeiten von Hunden und Führern voranbringen. Diese Treffen mitten im Wald sind für Anfänger wie für viele alte Hasen ein fester Termin im Kalender.